NeuLand – Gemeinschaftsgarten in Köln

NeuLand
NeuLand: Mobiler Gemeinschaftsgarten in Köln/© Cynthia Cichocki

Urbanes Gärtnern liegt im Trend, auch in Köln. Im südlichen Stadtteil Bayenthal gestalten Bürgerinnen und Bürger seit 2011 den mobilen Gemeinschaftsgarten NeuLand auf einem riesigen Brachland.

Hier entsteht eine kleine Oase, die zum mitmachen und verweilen einlädt. In mehreren Dutzend Pflanzkisten werden Tomaten gezogen, Feldsalat gesät und Grünkohl geerntet. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit hängen sogar noch einige Himbeeren am Strauch. Vorgezogene Erdebeerpflänzchen stehen gegen Spende zur Mitnahme bereit. Was für eine nette Idee, denke ich und packe zwei Töpfchen in meinen Fahrradkorb. Es ist empfindlich kalt geworden und leicht diesig. Leider treffe ich heute niemanden an. Mittig auf dem Gelände steht ein selbstgebauter Pavillon – an einer Wäscheleine hängen Fotos von aktiven Gärtnerinnen und Gärtnern. Sie lächeln, wirken stolz auf ihr gemeinschaftliches Projekt.

Im vorderen Teil des Geländes steht ein bunter Bauwagen, der an Peter Lustig erinnert. Ein Infoblatt an der Tür verrät, hier wird selbstgemachter Kuchen und Kaffee angeboten – gegen Spende. Neben dem Bauwagen steht ein Foodsharing-Schrank. Langsam bekomme ich eine Ahnung, was der Name „NeuLand“ wirklich bedeutet. Es geht um viel mehr als Pflanzen, Kräuter und Gemüse – es ist ein gesellschaftliches Experiment. Mit voller Absicht, so scheint es, ist das Gelände frei zugänglich und alles, was gebaut und mitgebracht wird, gemeinschaftlich geteilt. Das Projekt hat ganzheitlichen Anspruch. Es will Menschen vernetzen, bilden und aktivieren. Um dem Anspruch gerecht zu werden, braucht es personelle und finanzielle Unterstützung. Der Blog Köln kann kann nachhaltig erklärt, wie Initiativen durch einfache und kostengünstige Maßnahmen unterstützt werden können.

 

NeuLand Gemeinschaftsgarten Köln